Worum geht es hier?

Mobilität in ländlichen Räumen

Eine zentrale Herausforderung ländlicher Räume liegt in der Mobilität der Menschen. Geringe Bevölkerungsdichte und die ländliche Struktur in diesen Regionen erfordern spezielle Lösungen. Ganzheitliche Ansätze, die alle Mobilitätsformen zusammendenken, finden sich bisher noch kaum.

Mobilitätskonzept für die Region Bayerischer Wald

Ziel des Pilotprojekts „Mobilität neu denken“ ist es daher, ein ganzheitliches, zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept für die Region Bayerischer Wald zu entwerfen. Im Ergebnis entsteht ein mit der Öffentlichkeit entwickeltes Mobilitätskonzept. Es unterstützt die zuständigen Aufgabenträger, Mobilitätsanbieter und Verkehrsunternehmen dabei, zukunfts- und bedarfsorientiert attraktive Formen der Mobilität anbieten zu können.

Gemeinschaftlich Ideen erarbeiten 

Dies geschieht mit Hilfe eines ko-kreativen Prozesses, der iterativ gesellschaftliche Bedarfe und Ideen sowie technologische Möglichkeiten zusammenbringt. Während des Projekts werden in innovativen Dialogformaten 80 Bürger*innen der Region Bayerischer Wald sowie zahlreiche Bürger*innen im Rahmen dieses Online-Dialogs die Möglichkeit haben, selber an der Zukunft der Mobilität der Region mitzuwirken. Die Bedarfe, Ziele und Anforderungen der Bürger*innen werden immer wieder in Workshops mit Expert*innen auf ihre Machbarkeit geprüft und weiterentwickelt. Dabei integriert das Projekt bestehende Mobilitätsangebote, baut auf Studien zur Mobilität in der Region auf und vernetzt Verwaltung, Unternehmen, Forschung und gesellschaftliche Organisationen. Das Projekt wird vom Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO koordiniert und gemeinsam von den Landkreisen Freyung-Grafenau, Passau, Regen, der Stadt Passau, dem Fraunhofer IML, der acatech durchgeführt und vom Freistaat Bayern gefördert.

Bisherige Projektschritte

In einem Online-Dialog haben sich insgesamt 64 Bürgerinnen und Bürger mit 176 Kommentaren und 134 Bewertungen beteiligt. In Ergänzung dazu wurden vom Fraunhofer CeRRI qualitative Telefoninterviews durchgeführt, mit deren Hilfe die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger vor Ort hinsichtlich ihrer Mobilität erhoben wurden.